Weihnachtsbäume? Ja, aber...

Zugegeben, mein Weihnachtsbäumchen würde keine Miss-Weihnachtstanne-Wahl gewinnen. Mein Baum ist schlicht, licht und etwas mager. Ich habe ihn von einem netten Nachbarn geschenkt bekommen. Er hat ihn im Wald gefällt und mir - halb stolz, halb entschuldigend - gezeigt, wo Rehe das Stämmchen angeknappert haben. Freunde, die zu mir zu Besuch kommen und mein Bäumchen entdecken, lachen - verschmitzt, versteckt oder ungeniert offen. Wie gesagt, ich habe keine Weiss-, Blau oder Nordmannstanne in meinem Wohnzimmer stehen. Eine aus dem Wald nebenan, eine naturbelassene.

 

 

 

Meine Freundin, die hat eine Bekannte mit einem Weihnachtsbaum beschenkt, erworben in der örtlichen Verkaufsstelle. Zwei Stunden transportiert sie ihn in ihrem Auto. Dann beginnen ihre Augen zu tropfen, verfärben sich rot, schwellen an und sie bekundet Mühe mit dem Atmen. Der sofort konsultierte Arzt stellt fest: Eine Allergie auf Pestizide, mit denen der Weihnachtsbaum zum Gedeihen gezwungen worden ist.

 

 

 

Ein Lob auf mein einfaches und schlichtes Bäumchen, das weder mit Pestiziden behandelt worden ist noch Transportimmissionen verursacht hat. Als Zeichen der Wertschätzung steht das Weihnachtsbäumchen noch eine Woche lang in meinem Wohnraum, wenn auch ohne Kerzenschimmer.

 

 

 

Für mich ist es das schönste Weihnachtsbäumchen. Danke, lieber Nachbar.

 

 

 

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