Multitalent Salbei

In meinem Garten wachsen drei grosse Salbeistöcke. Sie trotzen Schnee und Kälte - ich kann das ganze Jahr über frischen Salbei pflücken! So schön!

 

Salbei lässt sich in der Küche sehr vielseitig verwenden. Das bekannteste Salbei-Gericht dürfte das leckere Saltimbocca sein. Natürlich schmeckt jedes andere mit Salbei gewürzte Fleisch und Gericht ebenfalls sehr gut. Junge Salbeiblätter in Butter geschwenkt oder - wer's lieber hat - im Öl geröstet - passt gut zu Pasta.

 

Salbei ist ein echtes Multitalent, was seine Heilwirkung anbelangt. Er soll eines der ältesten Heilmittel der Menschheit sein.  

Gegen Husten und Halsweh gehört Salbei zum Hausmittel der ersten Wahl. Antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, adstringierend, krampflösend sind einige weitere Eigenschaften des Salbeis. Die Liste der Anwendungsbeispiele ist unendlich lang. Eine wertvolle Heilpflanze also.

 

Wer mal auf Reisen seine Zahnbürste vergisst, kann ein Salbeiblatt nehmen und so seine Zähne reinigen. Aber Achtung: Salbei darf nicht in grossen Mengen eingenommen werden! 15 Gramm am Tag nicht überschreiten, Salbei-Tee oder -Salbe nicht zu lange anwenden. Das im Salbei enthaltene Thujon ist bei einer Überdosierung giftig. Deshalb sollen schwangere Frauen besser auf Salbei verzichten.

 

An der  ältesten europäischen medizinischen Fakultät in Italien soll im 13. Jahrhundert irgendeiner der Gelehrten gesagt haben: "Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?" Gute Aussichten also für ein langes Leben!  

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