Das liebliche Leberblümchen

Heute entdeckt, in der Nähe von Biel. Mit diesem frühen Frühlingsboten verbinde ich Kindheitserinnerungen: Das Leberblümchen war ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Osterhase bald kommen wird.

Normalerweise blüht die Hepatica denn auch im März/April. In diesem Winter ist offensichtlich einiges anders. Möglich, dass in Botanikbüchern und auf Pflanzen-Internetplattformen die Blühzeiten demnächst angepasst werden müssen. Der Klimawandel lockt Blumen und Pflanzen früher aus dem Boden.

Meistens hatten wir Kinder auf unserem Waldspaziergang ein kleines Sträusschen gepflückt und der Grossmutter mitgebracht. Dass die frischen Leberblümchen leicht giftig sind, hat uns nicht gekümmert - und offensichtlich auch nicht geschadet. Heute ist das Blümchen in gewissen Kantonen ganz oder teilweise geschützt. Es ist rarer geworden. Deutschland hat für die Pflanze ein Pflückverbot erlassen und Österreich ein teilweises Pflückverbot.

Gezüchtete Leberblümchen kann man auch im eigenen Garten halten. In Japan sind sie ganz besonders gefragt und werden intensiv gezüchtet. Es gibt dort unterschiedliche Varianten in verschiedensten Farben. Einige davon sind auch in Europa erhältlich.

Das hübsche violette Leberblümchen gehört zum Hahnenfussgewächs. Aufgrund der nierenförmigen Blättern hat man früher mit dieser Pflanze Leberleiden geheilt. Heute wird sie vor allem homöopathisch verwendet. Etwa gegen Husten, Leber- und Gallenleiden.

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