Der Lavendel beim Coiffeur

Ich habe mich bei meinen Lavendelstöcken als Coiffeuse versucht, das heisst, ich habe ihnen die Zweige geschnitten. Viel zu wenig, würde die Gärtnerin sagen. Ich weiss, ich weiss – doch mir tut es weh, die Lavendelstöcke radikal zu stutzen. Obwohl sie dann anscheinend weniger verholzen und besser wachsen. Doch mir ist es egal, wenn der Lavendel verholzt – im Gegenteil, das macht ihn natürlich und "wild". In Südfrankreich wächst er auch ungeschoren.

 

Nichts destotrotz: Ich habe seine Äste etwas gestutzt. Und mich am herrlichen Duft aus dem Sack mit den Gartenabfällen erfreut.

 

Ich liebe Lavendel!  Und er dankt es mir mit kräftigem Wachstum.

Lavendel hat eine starke Heilwirkung auf viele Leiden. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Ein Fläschchen mit ätherischem Berglavendel-Öl gehört in jede Hausapotheke. Lavendel ist ein bewährtes Wunddesinfektionsmittel, nimmt den Schmerz und beschleunigt die Heilung. Lavendel gehört zu den ganz wenigen ätherischen Ölen, die pur auf die Haut gegeben werden können. Alle anderen müssen mit einem Trägeröl wie etwa Olivenöl stark verdünnt werden.

Lavendel beruhigt – wer nachts schlecht einschlafen kann, gibt zwei drei Tropfen Lavendelöl auf das Kopfkissen und wird herrlich schlafen.  Ein Genuss mit Anti-Stress-Wirkung: Ein Vollbad mit ein paar Tropfen Lavendelöl.

Lavendel-Tee hilft dem Magen, sich zu entspannen. Er wirkt gegen Blähungen.

Die wohlriechende Blume, die an den sonnigen Süden erinnert, ist eine alte Heilpflanze mit einem grossen Wirkungsspektrum. Deren Wirkungsweise ist  mit verschiedenen Studien belegt. So gibt es inzwischen Kapseln mit Lavendelöl, die gegen psychische Probleme wie Angsstörungen eingesetzt werden.

 

Lavendel verfeinert zudem unsere Speisen. In der französischen, italienischen und englischen Küchen wird das Kraut häufig über Salate und Speisen gestreut. Aber vorsicht: nur wenig, Lavendel schmeckt sehr stark. Und wer ihn aus dem eigenen Garten holt, bitte nur Lavendel in Bio-Qualität verwenden – am besten den echten Lavendel, den  lavendula augustifolia.

 

Hier ein Rezept für ein Lavendel-Salz (der Sommer kommt bestimmt!): Geben Sie  einige Lavendelblüten (nicht zuviel!) in ein gut schliessendes Glas. Dieses stellen Sie während einer Woche an einen kühlen Ort. Dann sieben Sie das  Salz und entfernen so die Blüten. Nach Möglichkeit bewahren Sie das Lavendelsalz dunkel und trocken auf.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0