Tulpen mit Tücken

Was gibt es schöneres als einen Strauss Tulpen zum Frühlingsbeginn? Ich jedenfalls freue mich sehr über das Tulpen-Bouquet, das ich geschenkt bekommen habe.

 

Die Freude ist jedoch von kurzer Dauer. Schon zwei Stunden nachdem ich die Tulpen eingestellt habe – mit sehr wenig Wasser natürlich – lassen die meisten ihre Köpfe auf den Tisch hängen. Die Stängel sind gelb und gummig. Was machen? Googeln!

 

Dass die Tulpen heute  so aussehen wie auf dem Bild habe ich den Tipps und Tricks aus der Online-Fundkiste zu verdanken. Als erstes schneide ich die Blumenstiele schräg an. Als zweites steche ich mit einem Güfeli kreuzweise zwei Löcher in den Stiel,  gleich unter dem Blütenkopf. Dann nehme ich meine höchste Vase, die ich besitze und stelle die Tulpen ein.

 

 

In diesem engen Korsett sind die Blumen gezwungen, aufrecht zu stehen. Am Abend verschwinden die Blüten-Köpfe noch voll und ganz in der Vase – am nächsten Morgen sind die Tulpen um rund 5 Centimeter gewachsen – die Köpfe haben sich aus der Enge ihres Glas-Gefängnisses befreit.

 

Mag sein, dass diese Art von Blumenstrauss etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mir gefällt er, ich finde ihn originell, dekorativ  und wunderschön. Und vor allem stehen die Blumen jetzt wieder aufrecht!

 

Das beste an dieser Methode ist, dass alle Tulpen jetzt wieder von selber stramm stehen. Ich könnte sie also in eine niedrigere Vase zügeln. Doch das will ich nicht, ich mag den Strauss so wie er ist.

 

Tulpen können in der Vase gut und gerne 10 Centimeter wachsen. Dies durch die enorme Zellstreckung, die dieser Pflanze eigen ist: Ihre Zellen werden regelrecht mit Wasser "aufgepumt". Am besten kürzt man die Stängel jeden Tag um ein bis zwei Centimeter. Schräg anschneiden, bitte. So bleiben die bunten Frühlingsboten noch ein paar Tage erhalten.

Tulpen sind übrigens giftig. Das gilt sowohl für Blüten und Blätter als auch für die Zwiebeln. Deshalb gehört der Strauss in die Höhe, für Kleinkinder unerreichbar.

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