Raus  – auch mit den Zarten

Meine selbstgezogenen Peperoncini, Gurken und Tomaten sind teilweise noch sehr zart und klein. Wesentlich kleiner als jene Setzlinge, die man in Gartencentern und auf den Märkten kaufen kann. Aber jetzt, Ende Mai,  müssen sie raus, ins Beet. Selbstgezogene Pflanzensetzlinge sollen ja stärker sein als "industriell" gepushte. 

Bis jetzt habe ich sie noch im Mini-Treibhäuschen, dort sind sie geschützt. Sie sind auf halbem Weg zwischen drinnen und draussen. Wichtig ist es, die Setzlinge nicht auf Anhieb der prallen Sonne auszusetzen. Hier leistet eine schattige Zwischenstation gute Dienste.

 

Wenn es wieder kühl wird oder stark regnen sollte, können Vlies oder "Regenhauben" die zarten Pflanzen schützen. Und falls die Setzlinge im Garten und nicht in Pflanzsäcken oder Töpfen kommen, gilt es, eine effiziente Schneckenabwehr aufzubauen. Hier gibt es unterschiedliche Methoden. Wer möchte, kann es homöopathisch versuchen. Mit Helix tosta. Hier gilt es, die jungen Pflänzchen von Anfang an  mit dem mit homöopathischen Globuli angereicherten Wasser zu begiessen. 

Tomaten möchten etwas pfleglich behandelt werden. Da sie Wasser auf ihren Blättern nicht mögen, bitte nur an den Wurzeln giessen. Tomaten gehören an den "Schärmen" oder man zieht ihnen eine dieser gelochten Regenhauben über. Zudem sind sie sehr "hungrig" – sie brauchen genügend Nahrung. Zum Beispiel Brennnesseljauche.  Man kann Brennneseln auch in Pulverform kaufen, wenn man selber keine in der Nähe findet. Zudem gibt es im Handel speziellen Tomatendünger. Ich verwende ausschliesslich Biodünger. 

Wenn die Tomaten dann gedeihen, an das Kappen der Seitentriebe denken. Ausgeizen, heisst das. Das Wort Geiz verbinden wir normalerweise zwar nicht mit positiven Eigenschaften, bei den Tomaten jedoch wirkt sich das Wegschneiden dieser Seitentriebe positiv aus – die Ernte wird ergiebieger, weil die Kraft der Pflanze nicht verzettelt wird.

Gurken mögen's ebenfalls warm und geschützt. Wird es zu kalt, sind sie empfindlich und wachsen weniger gut. Also lieber einmal zuviel als zuwenig mit Vlies zudecken.

Auch sie möchten (natürlich) gedüngt werden. Zum Beispiel mit Hornmehl. Sie mögen lockere humus- und nährstoffreiche Erde. Gurken wachsen normalerweise auf dem Boden. Deshalb brauchen sie auch relativ viel Platz. Man kann sie jedoch auch ein Rankgitter hoch ziehen. Das ist auch praktischer zum Ernten.

Rund 40 Sorten Gurken gibt es, alle sind gesund und äusserst kalorienarm, weil sie zum grössten Teil aus Wasser bestehen.

Die Peperoncini und Peperoni lieben es ebenfalls warm und windgeschützt. Am besten pflanzt man sie in einen Topf oder einen Pflanzsack und platziert sie von Regen und Zugluft geschützt. Bitte vorsichtig giessen, die Pflanzen sind sehr zart. Peperoni und Chili sind jedoch durstige Geschöpfe, sie brauchen viel Wasser.

Die Erde sollte locker  und mit Kompost,  Hornmehl oder mit Brennnesseljauche angereichert sein. Keinen künstlichen Dünger verwenden, das bekommt ihnen nicht. Nach den ersten Blüten nicht mehr düngen.

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