Die vielseitige, wilde  und dekorative Kletterin

Sie verschönern Gärten, Hausfassaden, Carports, Pergolas, Terrassen, Balkongeländer, Holzwände, Hecken, Rohre, Gitter, Spaliere, Stäbe und alles andere, an dem sie sich hochranken können: Die Clematis. Die Kletterpflanze gibt es in vielen Farben und Formen. Von der Waldrebe – so wird die Clematis auch genannt – gibt es rund 300 Sorten. Sie gehört zu meinen Lieblingsblumen. Mir gefällt, wie sie Jahr für Jahr dichter werden und sich ihre eigenen Wege an ihrer Kletterhilfe suchen. Ich persönlich mag die einfacheren, schlichteren besser als die pompösen und all zu bunten. Das ist natürlich Geschmacksache.

 

Clematis mögen es nicht, wenn ihre Wurzeln zu stak von der Sonne gewärmt werden. Am besten geben wir ihr einen Sonnenschutz aus Mulch, kleinen Steinen, Bodendecker, kleinen Büschen  oder anderen natürlichen Materialien. Waldreben gedeihen in einem durchlässigen Boden mit einem guten Wasserabzug. Allen Clematis, die ich in Pflanzsäcken ziehe, kann ich diesen Wunsch erfüllen. Jedoch in meinem Garten ist der Boden lehmig und das mögen sie gar nicht. Doch sie wachsen auch hier, was mich natürlich ganz besonders freut. Wenn auch etwas langsamer als die in den Pflanzsäcken.

 

 

Wenn Clematis krank werden, dann leiden sie höchstwahrscheinlich an der Welkkrankheit. Das war gerade der Fall bei der Waldrebe meiner Nachbarin. Sie hat die welken Ranken bodennah abgeschnitten und die Clematis dankt es ihr mit einer neuen Blüte. Diese Schnittrettung funktioniert leider nicht immer, aber sie ist auf jeden Fall  einen Versuch wert. Wenn die Clematis-Welke zu spät entdeckt wird, überlebt die Pflanze nicht. Erste Anzeichen der Phnoma-Welke sind Flecken auf den bodennahen Blättern. Bei der Fusarium-Welke werden die Blattspitzen dürr.

 

Die Welkkrankheit ist nicht zu verwechseln mit der normalen "Winter-Dürre" der Kletterpflanze. Nicht alle Clematis müssen geschnitten werden. Wenn man sie stehen lässt, werden die Ranken dürr. Im nächsten Frühjahr wachsen aus diesen dürren Ranken neue Blätter. Zugegeben, zu Beginn sieht das nicht sehr schön aus, wenn dürre Ranken die Holzwand "zieren". Doch mit der Zeit überdecken die neuen Ranken die alten.

 

Die weisse Clematis recta wird als homöopathisches Heilmittel angeboten. Laut www.globuli.de wirkt die Pflanze vor allem gegen Erkrankungen der Harnwege, männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen, Haut, Drüsen und des Lymphsystems.

Clematis wird auch in der Bachblüten-Therapie eingesetzt. Sie ist die Blüte Nr. 9, die Realitätsblüte. Sie hilft Tagträumern, die mit den Gedanken immer woanders sind, zurück in das Hier und Jetzt, in die Realität.

 

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