Zahlreich, schleimig und vielfressend

Das heutige Thema ist ein eher unerfreuliches, dafür ein aktuelles: Schnecken. Gemeint sind die nackten grusligen. Sie kommen in Scharen, die schleimigen Vielfrasse! Sie haben mir innert weniger Tage eine der Kartoffelstauden sozusagen kahl gefressen. Sie haben sich die Blätter schmecken lassen.

 

Nun bin ich den Viechern mit bio Schneckenkörnern  zu Leibe gerückt. Natürlich habe ich ein  schlechtes Gewissen, aber es geht hier um Abgrenzung. Ein paar Schnecken ja, aber eine ganze Invasion  in meinem Garten – das geht nicht! Und schliesslich muss auch die Pflanze geschützt werden. Von meinen acht Salatköpfen, die ich vor etwa zwei Wochen gepflanzt habe, hat nur einer die Schnecken überlebt.

Ich nutze sonst ein homöopathisches Anti-Schnecken-Mittel, das die Biester fern hält, wenn sie nicht in Massen kommen. Man begiesst gleich bei der Pflanzung die jungen Setzlinge mit dem Wasser, in welchem man die Globuli aufgelöst hat. Wenn's regnet wie die letzten Tage, bringt das nichts –  das Mittel wird gleich wieder abgewaschen. Die Plastikfalle, die ich hoffnungsfroh ins Beet gestellt und mit Bier gefüllt habe, stösst auf keinerlei Gegenliebe. Bis jetzt ist keine einzige Schnecke in die Falle getappt!

 

In Situationen wie der jetzigen hilft nur noch grobes Geschütz. Leider.

Es gibt zahlreiche Hausmittelchen gegen die Schnecken-Plage. Die einen Hobbygärtner/innen sammeln sie ein und zerschneiden sie mit der Schere, andere versuchen es mit Salzwasser. Wahrscheinlich ist keine wirksam. Auch die Methode, abends nicht mehr zu giessen, weil Schnecken es gerne nass und dunkel haben, greift im Moment nicht.

 

Jede Schnecke kann gut und gern 400 Eier pro Woche legen. Wie viele Schnecken sich da in meinem kleinen Garten und in meinen zahlreichen Pflanzsäcken künftig noch tummeln werden, ist nicht auszudenken.

 

Eine sinnvolle Lösung finde ich jene, zu der die Schneckenforscherin Estée Bochoud in einem Interview auf www.nmbe.ch rät: "Das Wichtigste ist, den Schnecken Alternativen zu bieten. (...) Legen Sie einen Kompost an. Lassen Sie Brennnesseln stehen, die mögen Schnecken wahnsinnig gerne und zugleich sind sie Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen. Ein naturnaher Garten ist die einzige nachhaltige Lösung gegen Schnecken. Er hilft den Nützlingen, die Schnecken vertilgen – beispielsweise den Igeln."

Auch mit ätherischen Ölen sollen sich Schnecken abwehren lassen. So funktioniert's: Sägemehl oder Holzwolle mit etwa 30 Tropfen starken ätherischen Ölen wie Pfefferminze, Eukalyptus, Teebaum, Lavendel, Salbei, Thymian oder Bohnenkraut beträufeln, gut durchmischen und in einem geschlossenem Kessel „durchziehen“ lassen. Anschliessend wird das Gemisch um das Beet herum verteilt. Nach starkem Regenfall muss die Prozedur wiederholt werden. Details unter: http://www.feeling.at/web/natuerliche-mittel-zur-abwehr-von-schnecken-im-garten/.

Einen Versuch wert sind die beiden natürlichen Methoden, Schnecken vom Gemüse fernzuhalten, auf jeden Fall. Denn Schneckenkörner sind keine optimale Lösung. 

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