Sauer, erfrischend und sehr gesund: Das Meertrübeli

Den heutigen Sonntag habe ich zum Lesesonntag erklärt. Das hat nichts mit Büchern zu tun, sondern mit Meertrübeli. In meinem kleinen Garten wachsen viele Johannisbeeren  – und die habe ich geerntet. Mir schmecken die sauren erfrischenden Beeren. Am liebsten verarbeite ich sie zu einem Kuchen.  Oder ich mische die Meertrübeli mit "Chrosle" und koche eine Confi. Abgeschmeckt mit Vanille zum Beispiel.

In meinem Garten gedeihen rote und weisse Johannisbeeren. Die weissen sind etwas milder und weniger sauer. Geschmacklich mag ich die weissen lieber. Doch optisch erinnern sie mich an Quallen – sie sind ähnlich transparent und offenbaren ihr Innenleben. Nicht besonders "amächelig".

Die klassischen Meertrübeli dagegen leuchten in ihrem Rot und verführen zum Naschen. Sie heben sich dekorativ von den grünen Blättern ab.  Es gibt auch rosarote Meertrübeli.  Laut Gartenkatalog schmecken sie ebenfalls süsser als ihre leuchtendroten Schwestern. Nicht zu vergessen die edlen schwarzen. Cassis mag mir nur zu Likör,  Sirup oder Confi verarbeitet. Roh munden sie mir nicht.

 

In meinem Garten wachsen die Johannisbeeren an Sträuchern und an Stämmchen. Ein Lob auf die Stämmchen: Das Pflücken ist bedeutend Rücken schonender als vom Strauch. Und das Hochstämmchen benötigt auch nicht soviel Boden, es wächst in die Höhe.  Im Beet bleibt mehr Platz für Salat und Kräuter. Verdichtetes Pflanzen sozusagen.

 

Die Ernte ist ertragreich – entsprechend viel Zeit habe ich dafür aufgewendet. Mit dem Pflücken allein ist es ja nicht getan, die Beeren müssen von den Rispen abgelesen, gewaschen und dann verarbeitet werden.  Bei mir landen die Meertrübeli vorerst in der Tiefkühltruhe. Eine Portion liegt im Eisschrank, damit backe ich morgen einen Kuchen. Ich freue mich schon!

Die kleinen Beeren haben es in sich, es sind richtige Vitaminbomben. 100 Gramm rote Meertrübeli enthalten mehr Vitamin C als vier Zitronen. Und die Trübeli sind reich an Pektin, welches die Verdauung fördert. Die in den Beeren enthaltenen Phenolsäuren und Flavonoide können das Risiko von Bluthochdruck und Herzinfarkt vermindern. Zudem liefern sie Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magnesium. Die Kerne enthalten Gamma Linolensäure, was sich positiv auf die Haut auswirkt. Die schwarzen Johannisbeeren trumpfen mit Spitzenwerten – sie sind punkto Vitamine und Mineralstoffen den anderen Sorten überlegen.

 

So viel  Power traut man der kleinen Beere gar nicht zu! Um die Vitamine möglichst zu erhalten, entfernt man die Trübeli am besten erst kurz vor dem Verzehr von der Rispe.

 

Ihren Namen haben die Johannisbeeren übrigens vom Johannistag, der am 24. Juni gefeiert wird.  Denn ab dann können die frühsten Sorten  geerntet werden.

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