Der Lavendel - in jeder Beziehung ein Geschenk

Jetzt steht er in voller Blüte, der Lavendel. Er gehört zu meinen absoluten Lieblingsblumen.

Ich finde ihn wunderschön, denn er versetzt mich sofort in Ferienstimmung. Sein betörender Duft erinnert mich an den Süden, an Frankreich, an die Provence oder an eine der schönen Atlantikinseln. 

 

Einen Lavendel im Garten setzt wirkungsvolle Akzente, er macht den Garten nicht nur südlicher sondern auch natürlicher, wilder. Der Lavendel ist keine hoch gezüchtete Pflanze, er ist äusserst bescheiden und genügsam. Er braucht keine spezielle Pflege. Nur, dass man ihn ab und zu schneiden sollte, falls man ihn in seiner rundlichen Form behalten möchte (siehe Blog vom 13.3.) Sonst verholzt die Pflanze.

Auch die Bienen mögen den Lavendel. Und auch die farbenprächtigen Schmetterlinge setzen sich sanft auf die widerborstige Pflanze mit ihren dicken Stängeln. Insektennahrung ist angesichts der schwierigen Umweltbedingungen wichtiger denn je. Ich bin dankbar, dass die Bienen meinen Garten besuchen, sonst wachsen an meinem Zwetschgenbaum keine Zwetschgen, am Aprikosenbaum keine Aprikosen und der Birn- und Apfelbaum tragen keine Früchte.

Eine Momentaufnahme: Drei Bienen tun sich gütlich an meinem rosaroten Lavendel. Ich mag ihn, die rosa-lila Farbe passt gut zu meinen hellrosaroten Rosen.

 

Lavendel ist in jeder Hinsicht ein Geschenk. So spendet er etwa ein äusserst wirkungsvolles ätherisches Öl. Über seine immense Heilkraft habe ich in meinem früheren Blog schon geschrieben.  Und auch davon, dass sich mit dieser Pflanze schmackhafte Speisen und Getränke herstellen lassen. Ein Glas Weisswein oder Prosecco mit einem Spritzer selbstgemachtem Lavendelsirup ist ein origineller Apéro in diesen heissen Tagen.

Und hier noch der weisse Lavendel. Er passt optimal zu den Kieselsteinen. Grundsätzlich macht er sich überall gut. Gerade auch in jenen Gärten, die nach Farben bepflanzt sind: Weiss in Weiss  zum Beispiel.

 

Am wertvollsten ist für mich nach wie vor der blaue echte Lavendel, der Lavandula Angustifolia. Er bildet die Basis von Heilmitteln und Kosmetika. Er ist es, der – in kleine Stoffkissen verpackt – ganze Wäscheschränke zum Duften bringen. Und seine Blüten sind es, die in der Küche Verwendung finden. Zudem ist er im Garten am unkompliziertesten. Sowohl der weisse als auch der rosa Lavendel haben in meinem Garten kalte Winter nicht überlebt.

 

Der echte Lavendel wächst in der Natur oder wird gezüchtet. Aus dem natürlichen Lavendel lässt sich das wirksamere Öl gewinnen – das Lavande fine oder extra – als aus dem gezüchteten.

Lavandine, jener Lavendel mit den schönen dunkelblauen, fast violetten Blüten, riecht am intensivsten. Er wird daher vor allem in der Parfumindustrie genutzt.

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