Rosmarin, meine Königin

Rosmarin ist mein liebstes Gewürz. Ich schätze es ganz besonders, dass ich die herrlich duftenden Zweiglein auch im Winter aus meinem Garten frisch ernten kann. Wenn es kalt wird, hülle ich die Rosmarin-Sträucher mit Vlies ein. So haben sie bis anhin problemlos überwintert. Das funktioniert sowohl mit dem Rosmarin in den Pflanzsäcken als auch im Gartenbeet. Und obwohl ich meinem Gartenbeet-Rosmarin nicht die optimale Erde bieten kann – der Boden ist eher verdichtet und nicht locker – überragt er inzwischen alle seine Nachbarpflanzen.

 

Ros und marin – das interpretiere ich persönlich als Rose (die Königin unter den Gewürzen) und marin (Meer, Ferien). So ganz falsch liege ich mit meiner Auslegung nicht. Denn laut Wikipedia stammt der Name vom lateinisches ros marinus ab, was "Tau des Meeres" bedeutet. Offenbar sammelt sich nachts der Tau in den Blüten. Es gibt jedoch noch andere Deutungen, so glasklar lässt sich das nicht eruieren. Symbolisch soll Rosmarin für "Liebe" stehen. Das gefällt mir, deshalb suche ich nicht nach weiteren Interpretationen.

Rosmarin macht nicht nur jedes Fleisch aromatisch, sondern auch Kartoffeln. Junge zarte Kartöffelchen in der Schale leicht gekocht und dann in viel Rosmarin und Olivenöl gebraten sind für mich ein Festessen. Rosmarin bringt die Sonne in die Küche!

 

Aber nicht nur: Das wilde und oft widerspenstige Kraut ist auch medizinisch ein Segen. So hat etwa Rosmarinöl eine ausgesprochen starke antiseptische (desinfezierende) und antimykotische (schädliche Pilze) Wirkung. Salben mit Rosmarin wirken durchblutungsfördernd und können Rheumatikern Linderung bringen.

Je nach Standort der Pflanze enthält sie unterschiedliche Wirkstoffe. So findet man unter den ätherischen Ölen verschiedene Chemotypen. Der Borneon ist vor allem gegen Nerven- und Muskelbeschwerden hilfreich. Der Cineol glänzt mit seiner antiseptischen, antibakteriellen und antimykotischen  Wirkung. Der Chemotyp Verbenon Bornylacetat wird besonders für die Hautpflege verwendet.

Vorsischt: Alle ätherischen Öle müssen verdünnt und dürfen nur äusserlich angewendet werden! Lassen Sie sich von Fachleuten beraten.

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Kommentare: 1
  • #1

    Fabienne (Donnerstag, 22 September 2016 08:46)

    Schöööön : )