Die Ernte ist eingebracht

Es ist kühl geworden, also Zeit, die Herbsternte einzufahren. Umfangreich ist sie nicht, aber immerhin. Meine drei Verveine-Büschchen haben dieses Jahr gut ausgeschlagen. Die meisten Blätter habe ich gesammelt und nun gedörrt. So habe ich drei Gläser voll und werde auch über den Winter Tee aus meinem Garten trinken können. Eine besondere Freude, denn ich mag den zitronigen Geschmack dieses Tees. Und auch getrocknet behalten die Blätter des Zitronenstrauchs ihr Aroma über längere Zeit. Zudem hat der Tee eine beruhigende Wirkung und ist verdauungsfördernd. Der ideale Abendtee also. Im Sommer durch ist er mein ständiger Begleiter, ich beende meinen Tag also jeweils mit einer Kanne Verveine-Tee.

Die letzten roten Tomaten und Peperoncini sind nun ebenfalls geerntet und teilweise bereits verarbeitet.  Die Peperoncini, die ich im Frühling angesät hatte, sind für mich eine Überraschung. Sie sind nämlich nicht scharf, wie angenommen, sondern mild. Ich werde sie also nicht dörren, sondern frisch verarbeiten. Zum Beispiel mische ich sie mir gekochten Kartoffeln und brate sie dann knusprig. Herrlich!

Bevor ich die unreifen Tomaten gepflückt habe, druckte ich mir ein Rezept aus für Konfitüre mit grünen Tomaten. Vor meinem geistigen Auge erstelle ich mir eine Liste, wen ich mit dieser Spezialität beschenken will. Ich male mir aus, wie ich die Gläser dekorieren werde.

 

So beginne ich, die Tomaten zu schnippeln. 2 Kilo sind es. Gibt doch einiges zu tun. Und so während dem Schneiden beschleichen mich plötzlich Zweifel, in meinen Kopf sehe ich Bilder von grünen giftigen Stellen an Kartoffeln. So setze ich mich an den Computer und gebe den Suchbegriff "unreife Tomaten" ein. Und siehe da: Mehrere Seiten klären mich auf, dass unreife Tomaten giftig sind, sie enthalten das gleiche Gift wie die grünen Kartoffeln: Solanin.

Zwar sind geringe Mengen von Konfitüre aus unreifen Tomaten unbedenklich. Doch ich lese auch, dass Kinder besser nicht von solcher Confi essen. Ich will weder andere noch mich vergiften. Also ab mit den grünen Tomaten auf den Kompost. Zähneknirschend.

 

Nächstes Jahr werde ich die unreifen Tomaten im Hause nachreifen lassen. Das soll relativ einfach gehen: Man wickelt sie in Zeitungspapier ein oder hängt die Zweige mit den Tomaten im Hause auf. So gut wie die von der Sonne geröteten Tomaten sollen die nachgereiften zwar nicht schmecken. Aber für eine herrliche Tomatensauce reicht es allemal!

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