Sirup statt Coca-Cola

Coca-Cola schmeckt mir nicht wirklich. Nur an ganz heissen Tagen und wenn ich sehr Durst habe, trinke ich ein Glas Coca. Auch das nur ab und zu. Die Limonade hat mir zu viel Zucker und künstliche Süssstoffe versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden. Das Cola-Kraut jedoch rieche ich sehr gerne. Deshalb habe ich es in meinen Garten gepflanzt. Und hier gedeiht es prächtig. Es ist so gross geworden, dass ich mir überlege, wie ich es verarbeiten kann. Ich habe mich für Sirup entschieden. Den stellt man aus den jungen Spitzen her, denn das "ältere" Kraut schmeckt bitter. So werde ich mich demnächst als Siroupière versuchen.

Cola-Kraut heisst eigentlich  Eberraute. Es hat seinen Übernamen erhalten, weil sein Geruch stark an Cola erinnert. Das Cola Kraut gehört zur Gattung Artemisia (Artemisia abrotanum) und ist auch als Gewürz- und Heilpflanze zu nutzen. Vor allem deftige fette Fleischgerichte lassen sich gut mit Eberrauten-Spitzen würzen.  

Als Heilpflanze soll Artmeisia abrotanum unter anderem gegen Verdauungsprobleme helfen und die Blase stärken. Die Pflanze soll zudem das Einschlafen erleichtern und Bronchitis und Rückenschmerzen lindern. Das Kraut kann als Tinktur oder als Tee zubereitet werden, darf aber während der Schwangerschaft nicht getrunken werden. 

Das mehrjährige Cola-Kraut ist eine unkomplizierte Gartenpflanze. Sie kann auch problemlos in einem Pflanzsack oder Topf gezogen werden. Die Eberraute mag volle Sonne, eher trockene Böden und ist winterhart. Staunässe  bekommt ihr nicht. Im Spätherbst oder Frühjahr kann man den Cola-Strauch zurückschneiden. Er kann bis einen Meter gross werden und trägt im Sommer zartgelbe Blüten. 

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