Nach den Herbst- die Winterblüher

Der herrliche Altweibersommer macht es möglich: Immer noch blüht es in meinem Garten. Und täglich kann ich auch noch Himbeeren und Walderdbeeren pflücken. So schön! Heute ist es kühler geworden, ein erster spätherbstlicher winterlicher Bote. Bald müssen die delikateren Pflanzen mit Vlies geschützt oder gar ins Treibhaus oder in den Keller gestellt werden.  Zum Beispiel die Citrus- oder Olivenbäume, denen hiesige Winter nicht bekommen.

 

Damit auch winters der Garten oder Balkon nicht ganz kahl ist, können wir ein paar frostsichere Winterblüher pflanzen. Etwa Christrosen, die allerdings für Familiengärten weniger geeignet sind, denn sie sind giftig. Die gibt es in verschiedenen Farben. Wer genügend Platz hat, kann sich einen leuchtend rosa Winterschneeball (achtung giftig!) in den Garten pflanzen. Oder einen kletternden sonnengelben Winterjasmin. 

Beliebte Winterblüher sind die, ebenfalls giftigen,  Skimmien. Weibliche Pflanzen tragen feuerrote Beeren, männliche erfreuen mit Blüten, die farblich je nach Sorte von Crèmeweiss, Weissrosa bis Weiss variieren. Wer also Beeren und Blüten will, braucht eine männliche und eine weibliche Pflanze zur Befruchtung. Skimmien sind kleine Sträucher, die sich gut im Topf oder im Pflanzsack ziehen lassen. Allerdings müssen die Gefässe im Winter gut eingepackt werden. Im Garten ist die Pflanze dagegen winterhart. 

Farbtupfer bringen im Winter auch die frostresistenten rot leuchtenden Scheinbeere mit ihren immergrünen Blättern. Auch sie muss geschützt werden, wenn sie im Topf oder Sack kultiviert wird. Die Beeren sind nicht geniessbar und leicht giftig. Dagegen wird aus den den Blättern wild wachsender Pflanzen ein ätherisches Öl gewonnen. Die Heilwirkung von "Wintergrün" ist sehr vielseitig. Das Öl ist stark und muss zwingend verdünnt werden. Nur nach Absprache mit Fachleuten verwenden!

 

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