Aprikosen und Zwetschgen in Hülle und Fülle

Mein Zwetschgenbaum und mein Aprikosenbäumchen tragen Früchte! Und zwar in Hülle und Fülle! Das ist an und für sich nichts besonderes. Für mich hingegen schon. Die beiden Bäume stehen über fünf Jahre in meinem Garten und haben mir bis jetzt noch  keine Früchte geschenkt. Letztes Jahr hing eine einzige Zwetschge am Ast, doch die verfaulte und fiel zu Boden.

Und jetzt, plötzlich, hängen die Bäume voller Früchte! In der Gärtnerei hatte man mir geraten, ein Bienen-Hotel aufzustellen, damit die Befruchtung sicher klappt. Ich habe mir inzwischen einige Modelle angeschaut, doch gekauft habe ich noch keins.

Weshalb die beiden Bäume mich nun so reichhaltig beschenken, weiss ich nicht. Letztes Jahr einmal habe ich ihnen im Spritzwasser homöopathische Kügelchen für ihre Abwehrkräfte verabreicht. Natürlich werde ich nie herausfinden, ob das den Bäumen den Kick zum Fruchten gegeben hat. Das ist wie bei allen Medikamenten: Wir wissen nie, was nun geholfen hat, das Medikament, unsere Einstellung oder unsere Abwehrkräfte, die uns so oder so gesund gemacht hätten. Und: Ich habe meine Bäume letztes Jahr nur wenig und in diesem Jahr gar nicht geschnitten. Vielleicht möchten sie nur ab und zu ihre Äste schneiden lassen?

Links das Früchte behangene Aprikosenbäumchen, rechts der fruchtende Zwetschgenbaum.

Klar, ich weiss nicht, ob die Bäume ihre Früchte behalten. Einige liegen am Boden und falls die kalte Sophie mit Wucht kommt, sehe ich schwarz für die Früchtchen. Aber ich denke jetzt mal positiv und freue mich auf Zwetschgen- und Aprikosen-Kuchen.

Damit Obstbäume Früchte ausbilden, braucht es bestimmte Voraussetzungen. Die Nachbarn müssen sich mögen. Und das Wetter muss stimmen, das heisst, der Frühling muss angenehm warme Temperaturen und Sonne mitbringen. Ich habe denn meine Bäume auch gefragt, ob sie mit ihrem Nachbarn zufrieden sind. Ehrlich gesagt, eine klare Antwort habe ich nicht erhalten, beziehungsweise, ich habe sie mit meinen Ohren nicht wahrnehmen können. Doch jetzt wird meine Frage beantwortet: Ja, die Zwetschge und die Aprikose pflegen ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis.

Natürlich helfen alle Massnahmen nichts, wenn die Bestäubung nicht stimmt. Offenbar hat sie in diesem Jahr geklappt. Und das freut mich ganz besonders: Das zeigt doch, dass es im Moment noch genügend Bienen, Hummel und Wildbienen gibt, welche diese Aufgabe übernehmen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich sorge dafür, dass es in meinem Garten genügend "Bienenfutter" gibt. Dies als kleines Merci den fleissigen Tierchen.

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