Kokoserde hilft Samen keimen

Ungedüngte Kokoserde hat gleich mehrere Vorteile: Sie ist umweltfreundlich, optimal zur Anzucht von Gemüse, Kräutern und Blumen, ein Leichtgewicht und fast unbeschränkt haltbar. Umweltfreundlich deshalb, weil sie ein Abfallprodukt der Kokosnuss- und Kokosölproduktion ist. Im Gegensatz dazu werden für die Gewinnung von Torf ganze Moore trocken gelegt. Kokoserde ist also ein nachhaltiger Torfersatz.

Eine gute Nachricht für alle, die nicht mehr so schwer schleppen können/wollen: Aus einem 650 Gramm leichten Humusziegel (gepresste trockene Kokoserde) zaubern Sie 9 bis 10 Liter Anzuchtserde. Die Zubereitung ist ganz einfach: Den Kokosziegel in ein Gefäss legen, mit 4 Litern warmem Wasser übergiessen und ca. 20 Minuten warten. 

Kokoserde kann durch ihre Beschaffenheit viel Wasser speichern, eine gute Voraussetzung, Samen zum Keimen zu bringen. Für die Aussat sollte sie ungedüngt sein, so, wie sie in unserem Shop zu kaufen ist. Natürlich kann man der Kokoserde für grössere Pflanzen auch Dünger zufügen, es muss jedoch mineralischer sein, organischer Biodünger kann die Kokosfaser (leider) nicht aufnehmen. Am besten mischt man die Aussaat-Kokoserde später mit Pflanzen- oder Blumenerde im Verhältnis 50:50, das ergibt ein optimales luftiges Substrat. Auf jeden Fall  lässt sich die Kokoserde nach der Anzucht weiter verwerten: Im Gartenbeet oder als Beigabe in Pflanzsäcke, Kübel oder Töpfe, für Gemüse, Kräuter oder Blumen. Zudem ist sie kompostierbar.

Unsere Kokoserde ist thermisch sterilisiert, das heisst, sie ist frei von Samen, Unkraut, Pilzen. Es können keine Fliegen schlüpfen. Die Kokosziegel sind fas unbegrenzt haltbar.

Zimmerpflanzen gegen Wohngifte

Einige Zimmerpflanzen, etwa das hier gezeigte Einblatt, sind in der Lage, gesundheitsschädliche Gifte aus Wohn- und Büroräumen zu filtern. Das beweisen mehrere Studien. Die Nasa hat herausgefunden, dass diese Pflanzen die Gifte vor allem über die Wurzeln filtern (siehe Blog vom 16. November 2016). Die aufgenommenen Schadstoffe werden in der Wurzel zu Nährstoffen umgewandelt und wieder abgegeben. Deshalb ist es besonders wirkungsvoll, die Zimmerpflanzen in Töpfen zu halten, welche die Wurzeln atmen lassen. Mit herkömmlichen Blumentöpfen ist das nicht möglich.

 

Die luftdurchlässigen Pflanzsäcke aus recycelten Pet-Flaschen sind dafür besonders gut geeignet, denn sie lassen die Wurzeln atmen. Etwa die Gronest und Root Pouch Pflanztaschen. Sie sind auch in Innenräumen sehr dekorativ – und erst noch preisgünstig. Wichtig ist es, die Pflanztaschen auf einen Unterteller zu setzen und sparsam zu giessen. Wenig, dafür öfters, heisst die Devise. Denn durchlüftete Wurzeln trocknen schneller aus, deshalb die Erde bitte regelmässig kontrollieren.

 

Grundsätzlich gilt: Je grösser die Pflanze, desto mehr Schadstoffe kann sie filtern.

Nicht alle Zimmerpflanzen sind Schadstofffresser. Folgende Pflanzen vermögen Wohngifte wie Formaldehyd, Benzol, Trichlorethylen und Kohlenmonoxid zu mindern: 

Phylodendron (Baumfreund), Ficus longifolia, Ficus binnedijkii Alii (Vorsicht: kann Allergien auslösen), Chlorophytum (Grünlilie), Epipremnum (Efeutute), Spathiphyllum (Einblatt), Dracaena (Drachenbaum), Aglaonema (Kolbenfaden), Schefflera (Strahlen-, Fingeraralie).

Für Schlafräume sind folgende Zimmerpflanzen empfohlen:

Sansevieria (Bogenhanf), Aloe barbadensis (echte Aloe), Bromelien, Orchideen.

 

Wer sich detaillierter informieren will, findet im Netz viele Sites zu diesem Thema. Zum Beispiel http://www.zimmerpflanzenlexikon.info/artikel/pflanzen-zur-raumluftverbesserung/.

 

 

 

Der mobile Garten für den Balkon oder Sitzplatz

Eigene Kartoffeln ernten? Jeden Tag Schnittsalat pflücken, ein Büschel Petersilie schneiden, gartenfrisches Gemüse ernten, taufrische Beeren sammeln – dafür braucht es keine Gartenbeete, das meiste Gemüse kann auch auf dem Balkon angebaut werden. Selbst auf einen Apfelbaum muss man nicht verzichten - längst haben sich Gärtnereien auf Mini- und Säulenbäumchen spezialisiert, die in einen Pflanzsack passen.

 

Die Pflanztaschen, die es inzwischen in verschiedenen Grössen, Qualitäten und Farben gibt, können  über den Winter nach Bedarf geleert und problemlos verstaut werden. Sie sind im Gegensatz zu vielen Töpfen nicht konisch geformt, sie lassen also den Wurzeln mehr Platz – und Luft – zum Wachsen. Zudem sind Pflanztaschen frostresistent.

Tomaten, bevorzugt kleinere Sorten, wachsen problemlos auf Balkonien. Sie brauchen reichlich Wasser und einen Stab, wo sie hochgebunden werden können. Im Jahr darauf kommen die jungen Tomaten-Setzlinge in neue Erde, denn der Starkzehrer verlangt viel Nährstoffe. Die „alte“ Tomatenerde kann mit Hornspänen oder natürlichem Dünger wieder fit gemacht werden. Den Winter über wächst dort mit etwas Glück Nüsslersalat –besser gepflanzt als gesät. Baut man seinen Salat selber an, kann man sicher gehen, dass er ohne Dünger grossgeworden ist. Im Sack oder Topf gedeihen Salate jeglicher Art. Sehr praktisch ist der Schnittsalat: Er wächst nach der Ernte wieder nach.

 

Es gibt kaum ein Gemüse oder ein Kraut, das nicht auch in der Pflanztasche gedeiht: Etwa Peperoni, Peperoncini, Spinat, Kohlrabi, Radieschen, Minze, Vervaine, Erdbeeren oder Himbeeren lassen sich problemlos auf dem Balkon anbauen. Und wer sich seinen Balkon bunter gestalten will, kann zwischendurch mal eine Pflanztasche mit einer Buschrose bestücken. Schön sind auch Tulpen: Die Zwiebeln treiben im Frühjahr und wenn die Blumen verblüht sind, können dort einjährige Sommerblumen gesät oder Steifmütterchen und Primeln gesetzt werden.

Selbstgezogene Kartoffeln, die man selber aus der Pflanztasche ausgegraben hat, schmecken zweifellos aromatischer als gekaufte. Und es ist ganz einfach, sie zu ziehen: Man kauft sich eine Handvoll Steckkartoffeln, pflanzt sie in den mit 10 bis 20 cm mit lockerer Erde gefüllten Sack oder Topf  - und beobachtet. Zeigen sich die jungen Pflänzchen, bedeckt man sie wieder mit etwas Erde. Dieses Prozedere wiederholt man, bis der Topf oder Sack bis 5 cm unter den Rand mit Erde gefüllt ist. Wenn genau die Zeit der Ernte gekommen ist, wird  unterschiedlich beurteilt. Für viele dann, wenn das Kartoffel-Kraut dürr wird, für Kartoffel-Bauer Christoph Jakob (siehe "Im Gespräch") sind Frühkartoffeln nach 80 bis 90 Tagen erntereif.

 

Der mobile Balkongarten ist pflegeleicht. Die höheren Gefässe sind bequemer zu giessen, es wächst weniger Unkraut und die Ernte geht leicht von der Hand. Für frostempfindliche Pflanzen gibt es fertige Hüllen, die man über den Pflanzsack stülpen kann. Zu beachten gilt es, dass jedes Gefäss zuerst mit einer Schicht Blähton belegt und erst dann mit Erde aufgefüllt werden sollte, damit sich das Giesswasser nicht staut. Die gekaufte Erde ist meist schon angereichert, so dass man zu Beginn keinen Dünger beimischen muss. Im Folgejahr sind die Pflanzen dankbar für etwas zusätzliche Nahrung.